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Nachhaltig reisen - 10 Tipps für deine nächsten Ferien

Geschrieben von Julia Marmet am 06.10.2022 in der Rubrik Tipps & mehr

Nachhaltigkeit ist ein grosser Trend und nimmt in unserer Gesellschaft immer mehr an Bedeutung zu. Es ist sehr schön zu sehen, dass viele Menschen darauf achten, einen kleineren ökologischen Fussabdruck zu hinterlassen – dies auch beim Reisen. Uns ist bewusst, dass Reisen und Tourismus in einigen Aspekten leider nicht sehr nachhaltig sind. Aber es gibt kleine Dinge, die jede und jeder von uns tun kann, damit auch unsere zukünftigen Generationen diese wunderschöne Welt geniessen können. Bei einem nachhaltigen Tourismus werden ökologische, wirtschaftliche sowie soziale Aspekte berücksichtigt. Zudem wird auf ein harmonisches Zusammenspiel der Bedürfnisse zwischen lokaler Bevölkerung, Gäste und Umwelt geachtet. Wir haben euch hier 10 Tipps zusammengestellt, wie ihr verantwortungsvoller und nachhaltiger reisen könnt.

1. Wähle nachhaltige Hotels

Immer mehr Hotels legen Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein. Diese Hotels sind mit einem Gütesiegel gekennzeichnet. Mittlerweile gibt es unzählige touristische Nachhaltigkeitslabel. Zum Beispiel sind viele Partnerhotels von ITS Coop Travel mit dem Zertifikat "Travelife" ausgezeichnet. Das Gütesiegel belegt, dass ein Hotel Verantwortung für die Umwelt übernimmt. Travelife bewertet Hotels anhand rund 100 Kriterien der Nachhaltigkeit, die sich auf ökologische, soziale und ökonomische Aspekte beziehen. Zentral dabei sind der sparsame Umgang von Energie und Wasser, Abfallvermeidung und die Nutzung lokaler Angebote, faire Arbeitsbedingungen, der Dialog mit der einheimischen Bevölkerung sowie Kinderschutz am Reiseziel. Informiere dich bei deiner Ferienplanung über das Hotel und achte auf die Labels.

2. Kompensiere deinen CO2-Ausstoss

Wie ihr wahrscheinlich alle wisst, gehören Flugzeuge zu den grössten Klimasünder, da sie sehr hohe CO2-Emissionen produzieren. Deshalb ist es natürlich am besten, so gut es geht auf Flüge zu verzichten. Benutze für kürzere Strecken zum Beispiel den Zug. Jedoch sind viele Reiseziele ohne Flugzeug, schwer zu erreichen. Es gibt aber einige Massnahmen, die du tun kannst, um dein schlechtes Gewissen der Umwelt gegenüber etwas zu beruhigen. Zum Beispiel solltest du umso länger an deinem Reiseziel bleiben, wenn du weiter weg reist. Je länger du an deinem Ferienort bleibst, desto kleiner wird dein Anteil des Fluges am gesamten CO2-Fussabdruck der Reise. Zudem unterstützt du mit deinen Ausgaben vor Ort automatisch die Region und die lokale Bevölkerung. Eine weitere Massnahme ist die Kompensation deines Fluges. Bei myclimate kannst du den CO2-Ausstoss deiner Reise kompensieren, indem du in Klimaschutzprojekte investierst. Die Höhe der CO2-Kompensation wird anhand deiner Reiseart sowie weiteren Kriterien ermittelt.

3. Benutze korallenfreundliche Sonnencremes

Wenn die Sonne scheint, ist es enorm wichtig, dass wir unsere Haut vor Sonnenbrand, Hautkrebs und auch vor vorzeitigen Hautalterungen schützen. Wenn du den ganzen Tag am Strand verbringst, solltest du unbedingt mehrmals Sonnencreme auftragen. Leider gibt es einige Sonnencremes, welche spezifische UV-Filter und andere Inhaltsstoffe beinhalten, die die Unterwasserwelt enorm beschädigen. Diese Substanzen sind schädlich für die Fische und lassen die Korallen ausbleichen und langfristig absterben. Deshalb ist es äusserst wichtig, die richtige Sonnencreme zu kaufen. Achte beim Kauf, dass sie frei von Octinoxat und Oxybenzon sind. Viele Produkte äussern dies durch das Siegel "Reef-safe" oder "Ocean-Protect". Einige Orte wie zum Beispiel Hawaii haben Sonnencremes, welche die chemischen UV-Filter Octinoxat oder Oxybenzon enthalten, verboten. Falls du unsicher bist, welche Sonnencreme für dich und die Umwelt am besten ist, lasse dich von einer Fachperson beraten.

4. Entsorge den Abfall richtig und helfe bei "Beach-Clean-Ups" mit

Es gibt nichts Ärgerliches als einen paradiesischen Strand voller Müll. Deshalb ist es wichtig und sollte selbstverständlich sein, dass du deinen Abfall wieder mitnimmst und richtig entsorgst. Recycle PET, Glas und Dosen so gut es geht. Viele Destinationen oder auch Hotels haben Recycling-Stationen. Hinterlasse die Natur auf jeden Fall so, wie du sie auch gerne vorfinden möchtest. Oft kommt der Abfall aber nicht unbedingt von Leuten, die ihn dort liegen gelassen haben, sondern er wird angeschwemmt von anderen Inseln oder Schiffen. Nimm dir einen Abfallsack und sammle den vorgefundenen Müll am Strand ein. Wenn jede Person jeweils nur 5 PET-Flaschen einsammeln würde, hätte dies schon eine grosse Wirkung. Zudem organisieren immer mehr Hotels oder Organisationen sogenannte "Beach Clean Ups" vor Ort. Mache mit und helfe den Abfall am Strand einzusammeln. Meistens lernst du da coole Leute kennen und bekommst oft am Schluss noch einen Drink als Dankeschön. Es macht also richtig Spass und du machst zudem etwas Gutes für die Umwelt.

5. Verzichte auf Plastik und minimiere deinen Abfall

Dieser Tipp hängt mit dem letzten Punkt zusammen. Versuche deinen Abfall zu minimieren und verzichte so gut wie möglich auf Plastik. Denn wenn alle ihren Abfall minimieren, entsteht automatisch weniger Abfall am Strand und in den Meeren. Es gibt bereits kleine Dinge, die nicht schwierig umzusetzen sind. Verzichte zum Beispiel im Supermarkt auf die Plastiktüte und bringe deine eigene wiederverwendbare Tasche mit. Sage im Restaurant, dass du keinen Strohhalm möchtest. Oder kaufe dir eine Zahnbürste aus Holz und eine feste Seife statt Duschmittel in Plastik. Es gibt also genügend Alternativen, um auf Einwegplastik zu verzichten.

6. Benutze eine wiederverwendbare Trinkflasche

Wichtig auch im Zusammenhang zum vorherigen Punkt: Nimm eine wiederverwendbare Trinkflasche aus Glas oder Edelstahl mit. In vielen Ländern ist die Trinkwasserqualität sehr gut und du kannst das Wasser direkt vom Hahn abfüllen. In anderen Ländern, wo du das Leitungswasser nicht trinken solltest, kannst du grosse Wasserbehälter wie Gallonen kaufen und in deine Flasche abfüllen. Somit sparst du einiges an Plastik. In manchen Unterkünften wird auch Trinkwasser zur Verfügung gestellt, welches du in deine eigene Flasche abfüllen kannst. Mit einer wiederverwendbaren Trinkflasche sparst du nicht nur Abfall, sondern auch Geld. Zudem bleibt das Wasser, je nach Flasche, den ganzen Tag schön kalt und die Flasche sieht ausserdem noch sehr schön aus.

7. Iss lokale Produkte

Ernähre dich – egal wo du bist auf dieser Welt - von regionalen und saisonalen Produkten. Je kürzer die Transportwege der Lebensmittel sind, umso besser ist es für die Umwelt. Denn so entsteht ein kleinerer CO2-Ausstoss und es wird auch weniger Verpackungsmaterial benötigt. Zudem unterstützt du bei Produkten aus der Region die Produzenten vor Ort und förderst eine nachhaltige Landwirtschaft. Probiere unbekannte Gerichte und sei offen für neue kulinarische Entdeckungen. Besuche lokale Märkte und von Einheimischen geführte Restaurants. Meistens ist es dort auch günstiger als in einem typischen Touristenrestaurant. Und ganz ehrlich: Leckeres Essen und neue Gerichte aus anderen Ländern entdecken, gehört doch zum Reisen dazu, oder?

8. Spare Ressourcen in der Unterkunft

Versuche in deiner Unterkunft die Energie zu reduzieren und gehe bewusst mit den Ressourcen um. Lasse die Klimaanlage nicht den ganzen Tag laufen, stelle das Licht aus, wenn du das Zimmer verlässt und verwende die Handtücher mehrmals. Schaue auf deinen Wasserverbrauch, indem du nicht stundenlang duschst und den Wasserhahn abstellst, während du deine Zähne putzt. Mit diesen einfachen Handlungen leistest du einen grossen Betrag für die Umwelt.

9. Kenne dein Reiseziel und begegne den Menschen respektvoll

Erkundige dich vor deiner Reise über dein Reiseziel, die Kultur, besondere Regeln und die Sprache. Verhalte dich respektvoll, bekleide dich korrekt und sei freundlich gegenüber den Menschen vor Ort. Schliesslich bist du Gast in diesem Land und möchtest keinen negativen Eindruck der Touristen hinterlassen. Lerne auch die wichtigsten Wörter in der Landessprache. Die Einheimischen freuen sich immer sehr, wenn sie sehen, dass du dir Mühe gibst und dich mit dem Land auseinandersetzt. Auch nur ein "Hallo" oder "Danke" zaubert den Menschen oft schon ein Lächeln ins Gesicht. Mache dich zudem schlau über die Trinkgeld-Normen. In den meisten Ländern wird erwartet, dass man im Restaurant, im Hotel oder Tourguides Trinkgeld gibt. Oft ist das Trinkgeld sogar ein grosser Bestandteil ihres Lohnes. Deshalb ist es wichtig, dass du Trinkgeld gibst. Aber Achtung: In einigen Ländern ist es unhöflich, Trinkgeld zu geben und gilt sogar als Beleidigung.

10. Kaufe lokal ein

Wie schon beim Essen, ist es wichtig die lokalen Menschen und Geschäfte zu unterstützen, statt grosse Handelsketten. Wenn du vor Ort in kleinen Läden und auf Märkten einkaufst, weisst du auch, dass das Geld bei den Menschen ankommt. Sei es für ein schönes neues Urlaubsoutfit oder ein Souvenir für deine Liebsten zu Hause, hier solltest du nicht sparen. Oft sind handgemachte Produkte auch qualitativ hochwertiger und sie sind einzigartig, so dass sie dir noch lange schöne Erinnerungen an deine Reise schenken werden.